Aktuelles rund um den Hund


Frühlingsanfang

internationaler tag des Glücks

Heute ist internationaler Tag des Glücks und gleichzeitig auch Frühlingsanfang. Endlich werden die Tage länger, die ersten jungen Triebe wagen sich aus der Erde und einige Frühlingsboten zeigen sich schon in voller bunter Pracht.

 

Dies sehen und riechen nicht nur wir Menschen - auch unsere Hunde bemerken dies und zeigen es auch.

 

Was ist nun Glück?

 

Es sind die kleinen Dinge, die meines Erachtens das Glück ausmachen - wenn wir beispielsweise mit unserem Hund auf unserem Frühlingspaziergang gemeinsam die ersten Buschwindröschen entdecken.

 

Wenn wir einen Hund als treuen Begleiter an unserer Seite wissen.

 

Ein Blick in die Augen eines Hundes, der sich über gemeinsame Aktivitäten freut.

 

Der Moment, in dem sich der kleine Fellträger über mein Heimkommen so überschwenglich und ausgelassen freut, als wäre ich sechs Wochen lang weg gewesen.

 

Einen Kumpel zu kennen, der jeden Morgen gute Laune versprüht.

 

Kurzerhand: Ein Hund ist pures Glück.

 

 

 

 


Emmi - ein wahrer Spürhund

Eine gut trainierte Hundenase

Vor einigen Tagen hatte ich Milla, eine Hündin, die ich schon lange trainiere, als Therapiehund zu einem Einzeltraining mitgenommen.
Nachdem ich Milla bei ihrer Besitzerin abgegeben hatte, stellte ich ärgerlich fest, dass ich meinen Handschuh im Wald verloren hatte. Ich bat die Halterin von Milla auf ihrem nächsten Spaziergang mal die Augen auf zu halten, in der vagen Hoffnung, dass sie ihn vielleicht auf ihrem Weg finden könnte. 
Und dann passiete das fast Unglaubliche: Emmi, die zweite Hündin der Besitzerin, kam am folgenden Morgen im Dunkeln (6.15 Uhr) plötzlich ganz stolz zu Ihrer Besitzerin und hatte meinen Handschuh im Maul!

Ich war so glücklich und stolz auf die kleine Emmi. Sie hat meinen Geruch -14 Stunden später!- wahrgenommen und den Handschuh Ihrer Halterin apportiert.
Das ist eine absolute Höchstleitung und zeigt, dass -insbesondere das Mantrailing Training- Emmis Geruchssinn und ihre Suchfähigkeiten enorm gut trainiert haben. Ihre Freude war annährend so groß wie meine an Ihrer enormen Leistung, die sie erbracht hat! Für eine Hundetrainerin sind solch "kleine Wunder" die größte Belohnung, die sie von ihren vierbeinigen Schülern erhalten kann.

Nicht nur Emmi, sondern auch viele meiner anderen "Schüler" machen mich so oft  stolz und froh, Sie bestätigen mich in meiner Arbeit und geben mir Motivation und den Glauben daran, dass durch ein gezieltes Training und konzequente Umsetzung der Halter jeder Hund so viel lernen kann. Egal wie alt er ist,  woher er kommt, welche Vergangenheit er hat oder wie geartete problematische Verhaltensweisen er aufweist.
Hunde sind einfach tolle Wesen und wunderbare Wegbegleiter!


Wie können Sie Ihren Hund im Winter schützen?

Tipps für den spaziergang im winter

Wenn der erste Schnee gefallen ist und die weiße Pracht die Landschaft bedeckt, freuen sich nicht nur viele Menschen. Auch Hunden macht es riesen Spaß, draußen ausgelassen herumzutoben. Eisklümpchen, Salz und Streusplitt können dabei jedoch feine Risse in der Ballenhornhaut sowie Scheuerstellen zwischen den Zehen verursachen. Selbst kleine Verletzungen sind für die Tiere sehr schmerzhaft. Daher sollten Sie vor jedem Spaziergang die Pfotenballen des Hundes mit Vaseline oder einer guten Pfotenschutzsalbe eincremen. So verhindern Sie, dass die Ballenhaut rissig wird. Vermeiden Sie jedoch Produkte, die Teebaumöl enthalten, da es toxisch wirken kann. Ebenso sollte er keinen Schnee fressen. Manchen Hunden macht es nichts, Schnee zu fressen, einige allerdings können darauf mit einer Schneegastritis reagieren. Hierbei handelt es sich um eine akute Magenschleimhaut-Entzündung, die der aufgenommene Schnee verursachen kann. Die Kälte und besonders verunreinigter Schnee reizen die Schleimhäute des Hundes und rufen eventuell einige der typischen Symptome einer Schnee-Gastritis hervor wie z. B. Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Husten, Fieber.

Nach dem Spaziergang empfiehlt es sich, Streusalz, Steine oder Splitt mit lauwarmem Wasser abzuwaschen. Achten Sie dabei bitte insbesondere darauf, das Streusalz gründlich zu entfernen. Wenn Ihr Hund dieses aufleckt, kann es zu Magenschäden führen. Wenn möglich, meiden Sie Straßen und Wege, auf denen Salz gestreut wird.  Wichtig ist außerdem, dass es Ihr Hund in der Kälte warm hat.

Insbesondere Hunde mit wenig Unterwolle, alte sowie kranke Tiere, sind bei eisigen Minustemperaturen, Schnee, Regen und Wind nicht ausreichend vor Kälte geschützt. Anhaltendes Zittern oder das Hochziehen der Beine zeigt an, dass es dem Tier zu kalt ist.  In diesen Fällen braucht auch Ihr Hund wärmende Bekleidung, da das Auskühlen des Körpers gefährlich werden kann. Die Auswahl an Bekleidung für Hunde ist nahezu grenzenlos. Lassen Sie sich aber in jedem Fall professionell beraten und achten Sie darauf, dass sie den Ansprüchen Ihres Hundes gerecht wird. Atmungsaktive und wasserabweisende Stoffe sind wichtiger als Farbe und Accessoires.

 

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei Ihrem gemeinsamen Winterspaziergang.


Frohes Neues Jahr 2017

Hundherum Bonn macht eine Winterpause bis zum 9. Januar 2017

und freut sich, Sie und Ihre Vierbeiner gesund und munter ab dem 10. Januar 2017 wieder begrüßen zu dürfen.

 

Bis dahin verbleibe ich

Ihre

Dorothea Bungart

Tipps für Weihnachtshundekekse

Auch unsere Hunde freuen sich über etwas Besonderes

 

Rezept für Weihnachtshundekekse

Walnusskekse

Zutaten für ein Backblech:

  • 240g Roggenmehl
  • 150g gehackte Walnüsse
  • 50g Schweineschmalz
  • 1 Ei
  • 1 Eiweiß
  • 100 ml Wasser
  • Mehl für Arbeitsfläche

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 180 Grad Celsius (Umluft 160 Grad Celsius) vorheizen.
  2. Das Roggenmehl, 120 g gehackte Walnüsse, das Schmalz, das Ei und das Wasser miteinander ermischen und mit den Knethaken des Handrührgeräts zu einem geschmeidigen Teig verkneten.
  3. Dein Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 5-10mm dick ausrollen und mit der Hälfte des Eiweißes einpinseln. Die restlichen Walnüsse auf dem Teig verteilen, mit dem Nudelholz vorsichtig festdrücken und mit dem restlichen Eiweiß bestreichen.
  4. Kekse mit einem Aussteckförmchen ihrer Wahl ausstechen. Die Kekse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und ca. 25 Minuten backen. Danach 90-120 Minuten im ausgeschalteten Ofen aushärten lassen.

Aufbewahrung:

In der Blechdose oder in einem Baumwollbeutel ca. zwei Wochen haltbar. Achten Sie unbedingt auf die richtige Aufbewahrung der Kekse, damit sie nicht schimmeln!


Leberwurstkekse

Zutaten für ein Backblech:

  • 125g Weizenmehl
  • 50g Reismehl
  • 60g Leberwurst
  • 1 Ei
  • ca.75ml Gemüsesaft (z. B. Rote Beete oder Möhren)
  • Mehl für Arbeitsfläche

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 180 Grad Celsius (Umluft 160 Grad Celsius) vorheizen.
  2. Alle Zutaten miteinander vermischen und mit den Knethaken des Handrührgerätes zu einem geschmeidigen Teig verkneten.
  3. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 5mm dick ausrollen und mit einem Ausstechförmchen Ihrer Wahl Kekse ausstechen.
  4. Die Kekse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und 20-25 Minunten backen.

Aufbewahrung:

In einer Blechdose oder im Baumwollbeutel ca. zwei Wochen haltbar. Achten Sie unbedingt auf die richtige Aufbewahrung der Kekse, damit sie nicht schimmeln!


Zucchini-Bäumchen

Zutaten für ein Backblech :

  • 230 g (oder eine kleine Zucchini)
  • 2 Eier
  • 350 g Dinkelmehl
  • Wasser und Mehl nach Bedarf
  • Rosmarin, wenn gewünscht

 

Zubereitung:

  1. Backofen auf 175 Grad Celsius vorheizen
  2. Schälen und pürieren Sie die Zucchini und vermischen Sie die Masse mit den anderen Zutaten. Je nach Konsistenz fügen Sie einfach noch Wasser oder Mehl hinzu, bis sich der Teig gut formen lässt. Anschließend rollen Sie den Teig aus und stechen mit Weihnachtsbaum-Förmchen kleine Hundekekse aus.
  3. Die Kekse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und 25 Minuten backen. Danach die Bäumchen im ausgeschalteteten Backofen noch ein wenig nachtrocknen lassen.

Weihnachtsmarkt Bonn

Hund und Weihnachtsmarkt - muss das wirklich sein?

Stellen Sie sich bitte folgendes vor: Sie kommen auf den Weihnachtsmarkt in Bonn. Überall in den Gängen duftet es verführerich nach Reibekuchen, Thüringer Rostbratwürsten, Gebrannten Mandeln, heißen Maronen, Wok-Gemüse, Glühwein, Punch, Steaks...lauter Düfte, die unsere Sinne verführen. Jetzt komme ich und sagen Ihnen, dass Sie von all dem nichts vernaschen dürfen.

 

In den engen Gängen kommen Ihnen lauter Menschen entgegen, die sich von dem Angebot der Stände inspirieren lassen oder plötzlich eine Geschenkidee für einen lieber Menschen haben. Sie bleiben abrupt stehen, betrachten ganz ausgiebig das wunderschöne Angebot, nehmen es in die Hand, fühlen die Konsistenz oder riechen dran...man ist irgendwie berauscht von all den Angeboten. Plötzlich entsteht ein Geknubbel einer Menschentraube, weil sie alle an diesem Stand etwas kaufen möchten. Und schon gibt es Gedränge, aus 2 Füßen werden plötzlich 14 versammelt an einem Verkaufsstand.

 

Schauen wir in den Momenten auf den Boden? Wir Menschen haben Schwierigkeiten, all den entgegen kommenden Menschen auszuweichen und oft genug werden wir angerempelt bzw. uns wird auf die Füße getreten. Bin ich endlich vorbei, stoße ich mit einer Gruppe zusammen und versehentlich kippt der Glühwein auf meine Jacke. Die Lautsprecher einzelner Stände mit ihrer ausgesuchten Weihnachtsmusik treten in akkustischer Rivalität auf. Hier ...Süßer die Glocken nie klingen...dort...Heute Kinder wird's was geben.....Und dies alles in einer ohrenbetäubenden Lautstärke.

 

Bekommen Sie noch mit, dass dort ein kleiner West Highland Terrrier im Mäntelchen hinter seinem Menschen herläuft oder ein Labrador, der mit der Nase wie berauscht nur noch den Boden nach Essen absaugt? Selbst ein Hund, der gelernt hat, unerlaubt nichts Fressbares vom Boden aufzunehmen - selbst für den ist solch ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt eine innere Qual - eine Zerreißprobe.

 

Muss ich mir unbedingt beweisen, dass mein Hund toll erzogen ist und mit mir bedenkenlos über den Weihnachtsmarkt gehen kann?

 

Ich persönlich finde, dass auf dem Bonner Weihnachtsmarkt kein Hund etwas zu suchen hat - das muss ich ihm nun wirklich nicht antun. Wenn er nicht alleine bleiben kann, weil bisher irgendwie nie Zeit zum Üben vorhanden war, gibt man ihn solange bei Nachbarn oder Freunden ab.

 

Hunde auf dem Weihnachtsmarkt - Ihre Hundetrainerin rät davon ab.
Unbekannter Künstler in der Remigiusstraße Bonn, 29. November2016

 Dieses wunderschöne Kunstwerk Hund habe ich in der Nähe des Bonner Weihnachtsmarktes entdeckt - ein liegender Hund und eine Katze aus Sand.

 

Dieser Hund ist der einzige, der meiner Meinung nach auf den Weihnachtsmarkt zu finden sein sollte - aber kein Lebendiger.

 

Frohe Adventszeit

 

Ihre Dorothea Bungart

Hundetrainerin / Hundeerzieherin BHV


Bitte Verschenke mich nicht

Keine Pfoten unterm Weihnachtsbaum

Plutos Start ins Leben war viel versprechend. Von seiner Mutter und seinen Geschwistern aus ging es sofort in ein warmes, kuscheliges Zuhause. Und als am Abend die Kinder ins Wohnzimmer stürmten, flossen sogar Freudentränen. Doch schnell wurde alles anders. Der Weihnachtsbaum war kaum entsorgt, schon verloren die Kinder die Lust an langen Spaziergängen durch Schnee und Matsch und am gemeinsamen Training.

 Die Erwachsenen übernahmen nur widerwillig die Aufgaben, die ihre Kinder zu erledigen versprochen hatten. Statt großer Freude herrschte nun Frust, die Erziehung blieb auf der Strecke, Pluto wurde ein ungestümer und unerzogener Junghund. Bis seine Menschen eines Tages aufgaben. Nur ein Jahr später wartet der junge Hund nun hinter Tierheimgittern verzweifelt auf eine Familie, die ihm das bietet, wonach er sich so dringend sehnt: ein Zuhause für immer.

Plutos Geschichte steht beispielhaft für viele Schicksale, denn leider werden nach wie vor häufig Tiere zur Weihnachten verschenkt. Besonders zu Weihnachten möchten Eltern ihre Kinder glücklich machen und ihnen etwas ganz besonders schenken. Schnell werden da die Bedenken kleingeredet oder über Bord geworfen, und ein Tier kommt ins Haus.

Die TASSO-Bitte: Verschenken Sie keine Tiere, und machen Sie andere Menschen darauf aufmerksam, dass es nicht im Sinne der Tiere ist, ein Weihnachtsgeschenk zu sein. Erklären Sie auch Ihren Kindern ruhig und vernünftig, warum es zu Weihnachten kein Haustier geben wird.

Auch ohne eigenes Haustier ist der Kontakt zu Tieren möglich und auch wichtig für Kinder. Vielleicht können die jungen Tierfreunde im Tierheim aushelfen oder regelmäßig Nachbarn oder Verwandte mit Haustieren besuchen, um auf diese Art erste, intensivere Kontakte zu Haustieren haben zu können.

Falls eine Familie mit dem Gedanken spielt, ein Haustier aufzunehmen, ist es wichtig, dass diese Entscheidung gründlich durchdacht, in Ruhe und gemeinsam mit allen Beteiligten getroffen wird. Und auch dann sollte damit lieber bis nach Weihnachten gewartet werden. Die stressige Vorweihnachtszeit ist nicht der richtige Zeitpunkt für eine so große Veränderung, und viele Tierschutzorganisationen und Tierheime vermitteln in der Weihnachtszeit bewusst keine Tiere, um Hunden, Katzen und Kleintieren zu ersparen als „ausgediente Geschenke“ eines Tages wieder abgegeben zu werden.

Der TASSO-Tipp für alle, die sich für tierischen Familienzuwachs entschieden haben: Nutzen Sie doch die besinnlichen Tage, um sich gründlich Gedanken über das Bevorstehende zu machen. Erstellen Sie gemeinsam Listen, auf denen Sie festhalten, was Sie alles für ihren tierischen neuen Freund benötigen. Legen Sie fest, wer welche Aufgaben übernehmen wird, und bereiten Sie sich gemeinsam vor. Wenn im neuen Jahr wieder etwas Ruhe eingekehrt ist, kann die Suche nach Ihrem vierbeinigen Freund losgehen. Schauen Sie sich dann vor allem auch in Tierheimen oder in unserem Online-Tierheim shelta um. Dort warten tauende Tiere auf ihre eigene liebevolle Familie. Eine, die ihnen nach reichlicher Überlegung ein Zuhause für immer bieten kann.

© Copyright TASSO e.V.

 

Hundherum Bonn steht Ihnen gerne mit einer ausführlichen Beratung vor dem Hundekauf zur Verfügung. Wie wäre es mit einem indivuell ausgestellten  Gutschein für eine Beratung zu Weihnachten für liebe Hundefreunde oder Familienmitglieder?


Darf mein Hund mal Hallo sagen..

Auf diesen sehr interessanten Artikel von Ulrike Seumel bin ich gestoßen und möchte ihn gerne hier mit Ihnen teilen.

 

Äh, nö! – wer kennt es nicht, die typische Frage unter Hundehalter_innen? Obwohl irgendwie kommt diese Frage meist erst, wenn es eh schon passiert ist. Zumindest geht das uns oft so. Wir laufen mit unseren angeleinten Hunden mit knallorangefarbenen Leinen durch die Welt und gehen zur Seite, sobald wir die andere Hundehalter_in und ihren freilaufenden Hund sehen. In Luft auflösen ist nicht möglich.

Die Hundehalter-/in steuert direkt auf uns zu und wir lassen unsere Hunde mit dem Rücken zum Weg absitzen, damit der fremde Hunde so einfach wie möglich an uns vorbeilaufen kann. Als die Hundehalter_in schon fast vorbei ist, nutzt ihr Hund seine Chance zum Schnüffeln und über ihre Lippen kommen noch schnell die Zauberworte: “Dürfen die sich mal Hallo sagen?”.

Unsere Antwort können wir uns sparen, denn es passiert schon – aber zumindest hat sie gefragt. Wahrscheinlich hat die Hundehalter/-in schon gemerkt, dass das gerade nicht so passend ist und unsere Gesichter sprechen Bände.

 

Wo ist das Problem?

Hunde sind sehr soziale Lebewesen und können gut mit anderen Hunden zusammenleben. Und ja, Hunde sind auch sehr anpassungsfähig – aber mit einem oder mehreren Hunden zusammenzuleben und sich an Situationen anpassen zu können, bedeutet nicht, dass der Kontakt zu fremden Hunden immer passend und angenehm ist.

Ich als Mensch komme auch gut mit meinen Artgenossen zurecht und auch ich lebe mit einem männlichen Artgenossen freiwillig zusammen und ich finde es toll – dennoch würde ich nicht jedem Mann, den ich treffe, die Hand schütteln, um dann einen Kaffee mit ihm zu trinken und die Telefonnummern auszutauschen. Natürlich hinkt dieser Vergleich ein wenig, aber dennoch verstehst du sicher, was ich meine.


Warum passt Hallo sagen nicht immer?

  • Würdest du dein Gegenüber begrüßen wollen, wenn er dich mit hasserfülltem Gesicht ansieht, seine Mundwinkel bis auf den Boden reichen und seine Augen blitzen? Wahrscheinlich würdest du weggucken und schnell das Weite suchen. Auch Hunde haben mal einen schlechten Tag oder leiden unter Schmerzen. An solchen Tagen sind sie nicht gut auf Artgenossen und sicher auch auf andere Menschen zu sprechen. Oder der Hund leidet unter einer Krankheit. Die Halter_in des Hundes kann das in den meisten Fällen am besten einschätzen. Diese Einschätzung und Entscheidung seinem Hund zu überlassen, kann aber schief gehen.   
  • Es soll Hunde geben, die keine guten Erfahrungen mit anderen Hunden gemacht haben oder warum auch immer keine Fans von Artgenossen sind. Auch diese Hunde sollten sich im öffentlichen Raum bewegen dürfen und das geht nur, wenn keine plötzlichen Hallosager auftauchen.
  • Oder der Mensch trainiert und übt mit seinem Hund – auch da sind Störungen durch fremde Hunde, die kurz Hallo sagen wollen, nicht angebracht. Ich persönlich rate dann auch davon ab, sich von hinten an das Hund-Mensch-Team anzuschleichen, damit der eigene Hunde Hallo sagen kann.
  • Eine Hündin ist läufig. Da es genug Hunde in Tierheimen gibt, solltest du nicht zu noch mehr beitragen. Und auch jemand mit einer läufigen Hündin muss nicht auf dem Mond Gassi gehen, um niemanden zu stören. Auch wenn eine läufige Hündin nichts auf einer Hundewiese verloren hat.
  • Die Halter/-in mag gerade nicht oder hat andere Gründe, wegen denen Hallo sagen nicht passt. Für mich persönlich spielt es keine Rolle und ich akzeptiere die Entscheidung. Und solange mich niemand nach meiner Meinung fragt, bewerte ich das auch nicht. Aussagen wie “Oh der arme Hund, der darf nie spielen.” wirst du von mir nicht hören und ich finde solche Aussagen auch nicht angebracht.


Es gibt gute Gründe, warum grenzenloses Hallo sagen nicht immer passend ist. Doch wie kannst du dich verhalten? Denn ich finde, mit gutem Beispiel voranzugehen ist immer die beste Option.


Hallo sagen – ja oder nein?

Wenn du mit deinem Hund unterwegs bist und du eine andere Hundehalter_in wahrnimmst, check als erstes, ob der Hund angeleint ist. Wenn ja, dann nimm deinen Hund auch an die Leine oder gehe zur Seite und lass deinen Hund warten. (Allerdings nur, wenn dein Hund das kann, ansonsten hilft immer eine Leine.)

Ist der andere Hund ohne Leine unterwegs, dann schau wie die andere Hundehalter_in agiert. Hat sie dich und deinen Hund gesehen und lässt ihren Hund einfach laufen, dann ist Hallo sagen sicher kein Problem – zumindest hat die Hundehalter_in keins damit. Wenn ich das wahrnehme, lasse ich meine Hunde auch einfach machen.

Wenn ich sehe, dass meine Hunde Mühe mit der Begegnung haben oder dass es nicht passen könnte, dann leine ich an und gehe zur Seite. Je nach Hund bitte ich dann die andere Hundehalter_in freundlich darum, dass sie ihren Hund bei sich behält oder anleint. Aber ich muss sagen, dass es viele Hunde gibt, die in so einem Fall von alleine vorbeigehen und gar kein Interesse an uns haben – dank 6 Jahre hauptberuflichem Hundetrainerinnen-Dasein sehe ich das den Hunden an bzw. erkenne es an ihrem Verhalten.

Wenn ich sehe, dass der fremde Hund Mühe mit der Begegnung mit meinen Hunden hat, gehe ich auch zur Seite mit meinen Hunden – da kann ich einfach nicht anders. Und ich lebe nie nach dem Motto: “Da muss er durch.” Fremde Hunde kann auch ich nicht einschätzen, denn woher soll ich wissen, wie ein Hund in den nächsten Sekunden reagieren wird? In die Zukunft schauen kann ich nicht.

 
Fazit

Ob Hallo sagen passt oder nicht, ist immer situationsabhängig und es hängt nicht nur von deinem Hund und dir, sondern auch von deinem Gegenüber ab. Und glaube mir, Hunde überleben es – auch wenn sie nicht jedem anderen Hund Guten Tag sagen dürfen.

 

 

Quelle: Artikel von Ulrike Seumel


Herbstzeit ist Schnüffelzeit

Gemeinsame Aktivitäten mit Hund im Indian Summer

Hallo Herbst!

 

Der Herbst zeigt sich mit seinen wunderschönen Verfärbungen der Blätter. Die Früchte der Bäume werden abgeworfen und langsam bereitet sich die Natur auf den Winter vor.

 

Große Mengen an raschelndem buntem Laub laden dazu ein, die Hundemahlzeit ins Freie zu verlegen. Eine Hand voll Trockenfutter oder kleine Hundekekse in's Laub werfen oder verstecken und schon wird der Spaziergang zu einem riesen Event für Sie und Ihren Hund.

 

Das "Suchen" des Futters im Laub mit all seinen verschiedenen Gerüchen ist gleichzeitig eine wunderbare geistige Beschäftigung. Sie können auch ein Spielzeug oder einen (Futter)-Dummy im Laub  verstecken und den Hund suchen und anschließend apportieren lassen - diese "kontrollierte" Jagd gefällt unseren Hunden.

Durch das gemeinsame "(Jagd)-Spiel" wird u. a. auch die Bindung zum Halter gestärkt - eine wunderbare Abwechslung auf den gemeinsamen Touren. Wenn Ihr Hund schon gelernt hat, bestimmte Gegenstände mit Namen zu kennen, wäre auch eine Verlorensuche eine wunderbare Abwechslung im Alltag. Warum den Hund nicht dazu auffordern,einen Schlüssel, den Sie "verloren" haben, zu suchen und Ihnen anzuzeigen - an diesem hängt Ihr Geruch und genau diesen soll er Ihnen suchen und anzeigen, wo er sich befindet. Aber auch hier sollte man dem Hund dieses Spiel vorab schon beigebracht haben. So wird der Hund zu einem zuverlässigen Helfer in einer Notsituation. Eine Kundin von mir verlor auf einem Spaziergang im Wald ihren Schlüsselbund. Sie erinnerte sich daran, dass wir genau diese Übung schon einige Male mit den Hunden trainiert hatten. Und was soll ich sagen: sie schickte den Hund mit einem Signal (Befehl) los und die Suche des Hundes war tatsächlich erfolgreich. Diese Leistung des Hundes hat mich so stolz gemacht und zeigt, dass gemeinsame Spiele auch erfolgreich im Alltag eingesetzt werden können. Diese hervorragende Riechleistung unserer Hunde ist ein wirkliches Wunder der Natur. Nur zur Information: Dies ist nicht nur apporitierenden oder großen Hunderassen vorbehalten - auch ein Chihuahua ist in der Lage, diese Aufgabe zu erfüllen. Das bedeutet allerdings, dass man mit dem Hund auch üben sollte - ohne Fleiß kein Preis. Diese und ähnliche alltagstaugliche Übungen bietet Hundherum Bonn u. a. in seinem Gruppenunterricht an.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß auf Ihrem Herbstspaziergang!:-)

Warnung: Mit dem Herbst werden auch die Wildschweine aktiver und kommen in der Abenddämmerung näher als uns lieb ist. Achten Sie bitte darauf, dass Sie Ihren Hund in der Abenddämmerung rechtzeitig zurückrufen bzw. erst gar nicht in den Gebieten frei laufen lassen, in denen Wildschweine bereits ihre Spuren in Vorgärten, Wiesen oder Wald hinterlassen haben. Dort, wo die Erdoberfläche stark verwüstet aussieht, dort haben Wildschweine nach Futter gesucht. Für Schwarzwild ist diese Jahreszeit besonders wichtig: Jetzt futtern sie sich Futterreserven für den Winter an. Es fallen Bucheckern, Eicheln, Kastanien von den Bäumen - diese sind wichtiger Energielieferant für das Schwarzwild. Wildschweine verfügen über einen hervorragenden Geruchssinn und ein gutes Gehör. In der Regel halten sie Abstand zum Menschen. Aber natürlich gibt es jede Menge Ausnahmen - vor allem, wenn sich eine Wildschweinfamilie durch einen herumstöbernden Hund bedroht fühlt. Das männliche Wildschwein (=Keiler) verfügt über Eckzähne und Ober- und Unterkieferzähne, die rasiermesserscharf sind. Diese können sowohl für den Menschen als auch den Hund lebensgefährlich sein.