Die Hundeschule Hundherum Bonn informiert:

 

Im Frühjahr beginnt die Zeckenzeit - eine Gefahr für Hunde


Gefahren, Vorbeugung, Symptome, Erreger

Nachfolgend möchte die Hundeschule Hundherum Bonn Sie mit nützlichen Information zu den von Zeckenbissen ausgehenden Gefahren, den Krankheiten, deren Symptomen und natürlich den möglichen Schutzmaßnahmen geben.

Die Vorfreude auf den Frühling und die damit steigenden Temperaturen lässt auch die Zecken wieder aktiv werden.

Die Zecken werden in diesen Tagen wieder aktiv und bedrohen nicht nur unsere Hunde sondern auch uns alle. Über 800 verschiedene Zeckenarten leben weltweit. Viele davon sind gefährlich, da sie Bakterien oder Viren übertragen. Einige Zeckenarten geben jedoch während des Blutsaugens ein Gift ab, das zu fortschreitenden Lähmungen führen kann.

Zecken können die verschiedensten Erreger beherbergen und entsprechend groß ist die Zahl der von ihnen übertragenen Erkrankungen

Anaplasmose beim Hund

Die Anaplasmose ist eine Erkrankung, bei der die weißen Blutzellen geschädigt und zerstört werden. Die Erkrankung ist durch alle 2-3 Wochen wiederkehrende Erkrankungsschübe gekennzeichnet, die mit Fieberschüben und verschlechtertem Allgemeinbefinden einhergehen. Bei manchen Hunden schafft es das Immunsystem, die von dem Gemeinen Holzbock übertragenen Erreger vollständig auszuschalten. In der Regel wird der Erreger allerdings bei jeder Schwächung des Immunsystems - beispielsweise durch Kälte, Stress, andere Infektionskrankheiten erneut aktiv.

Erreger: Anaplasma phagocytophilum

Überträger: Gemeiner Holzbock (Ixodes ricinus)

Übertragungszeit: < 24 Stunden

Zeit zwischen Infektion und ersten Symptomen: 4-11 Tage

Klinische Symptome: Plötzlich einsetzendes hohes Fieber. Die Tiere werden apathisch, fressen nicht mehr. Häufig können auch Durchfall und Erbrechen sowie zentralnervöse Symptome entstehen. Auftretende Lahmheiten und Bewegungsunlust können auf Entzündungen in den Gelenken und damit verbundene Schmerzen zurückgeführt werden. Auch können innere Organe wie Milz, Leber und Nieren sowie die Augen betroffen sein. Ein Erblinden der Tiere ist möglich.

Babesiose (Piroplasmose, sog. "Hunde-Malaria")

Die Babesiose ist eine lebensgefährliche Erkrankung bei Hunden, bei der die roten Blutkörperchen durch Einzeller befallen und zerstört werden, ähnlich wie bei der Malaria des Menschen. Daher wird die Krankheit auch häufig als "Hundemalaria" bezeichnet. Während die Erreger der Malaria des Menschen (Plasmodien spp.) jedoch durch den Stich bestimmter Mücken übertragen werden, werden die Erreger der Babesiose durch Zecken übertragen.

Erreger: Einzeller Babesia canis (B. canis canis, B. canis rossi, B. canis vogeli)

Überträger: Bunt- oder Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) und Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus)

Übertragungszeit: 48-72 Stunden nach dem Festsaugen; einmal gesogene Zecken bereits nach 12 Stunden.

Zeit zwischen Infektion und ersten Symptomen: 5-7 Tage (bis 3 Wochen möglich)

Klinische Symptome: In der Regel verläuft die Erkrankung akut und beginnt mit hohem Fieber ( bis 42 Grad Celsius), Appetitlosigkeit, Mattigkeit, starkem Durst und schnellem Konditions- und Gewichtsverlust. Im weiteren Verlauf kommt es durch den Befall und die Zerstörung der roten Blutkörperchen zu Blutarmut und Gelbsucht mit rotem oder grünlichem Urin. In Haut und Schleimhäuten könnten Blutungen zu erkennen sein. Weiterhin können oberflächliche Entzündungen der Schleimhäute, besonders der Maulschleimhaut auftreten. Sofern auch das zentrale Nervensystem betroffen ist, sind Bewegungsstörungen durch unvollständige Lähmungen sowie epileptiforme Anfälle möglich.

Wird die Babesiose nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, sterben die erkrankten Hunde in der Regel. Die Erkrankung wird über die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) übertragen.

Borreliose - Lyme disease bei Hunden

Die Borreliose ist eine bakterielle Erkrankung des Hundes, die vor allem mit Bewegungsstörungen auf Grund von Gelenkserkrankungen einhergeht und unverzüglich mit einem Antibiotikum behandelt werden muss. Die krankheitsverursachenden Borrelien werden vom Gemeinen Holzbock auf den Hund übertragen. In Deutschland sind derzeit etwa ein Drittel dieser Zecken mit den Erregern infiziert, Tendenz steigend.

Erreger:Borrelia burgdorferi sensu lato

Überträger: Gemeiner Holzbock (Ixodes ricinus)

Übertragungszeit:16-72 Stunden nach dem Festsaugen

Zeit zwischen Infektion und ersten Symptomen:2-5 Monate

Klinische Symptome: Bei den meisten Hunden verläuft eine Borreliose ohne erkennbare Symptome. Es kann aber auch Mattigkeit, Appetitverlust und hohes Fieber beobachet werden. Nach einiger Zeit kann es zu schmerzbedingten Bewegungseinträchtigung und wiederkehrenden Lahmheiten durch Entzündungen verschiedener Gelenke kommen. Im weiteren Verlauf sind auch Organschäden möglich, die vor allem das Herz und die Nieren betreffen. Auch Nervenentzündungen und Überempfindlichkeiten im Rückenbereich sowie aktute Hautentzündungen mit wässrigen Ausschwitzungen können auftreten. Auch hier ist ein wirksamer und zuverlässiger Zeckenschutz der beste Schutz!

Ehrlichiose ("Zeckenfieber") bei Hunden

Die Ehrlichiose ist eine Erkrankung der weißen Blutkörperchen und galt bislang als eine so genannte Reisekrankheit, vornehmlich aus Mittelmeerländern. Mittlerweile wird die krankheitsübertragende Braune Hundezecke jedoch auch zunehmend nördlich der Alpen gefunden.

Erreger: Ehrlichia canis (Rickettsien)

Überträger: Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus)

Übertragungszeit: beim Hund unbekannt (bei der Maus 36 Stunden)

Zeit zwischen Infektion und ersten Symptomen: 7-15 Tage

Klinische Symptome: Nach einer Inkubationszeit von knapp drei Wochen zeigen die Hunde in der Akutphase ständig wiederkehrendes Fieber, Nasenbluten, schleimig-eitrigen Nasenfluss, Erbrechen, Abgeschlagenheit, Atemnot, Schwellung der Lymphknoten und evtl. zentralnervöse Störungen wie Muskelzucken und Überempfindlichkeit. An Ehrlichiose betroffene Hunde sind schwach, matt und magern ab. Neben einer deutlichen Blutungsneigung und Atemnot sind häufig die Augen durch eitrig-schleimigen Ausfluss verkrustet oder eine Trübung der Hornhaut zu erkennen. Im weiteren Verlauf können die Hunde erblinden. Ohne Therapie kann es auch zu anderen, irreversiblen Organschädigungen kommen. Ein Schutz vor der Erkrankung kann nur durch einen wirksamen Zeckenschutz erreicht werden! Dafür steht das Scalibor® Protectorband zur Verfügung, das sowohl eine abweisende wie abtötende Wirkung auf Zecken hat.

FSME - Frühsommer-Meningoenzephalitis bei Hunden

Diese Viruserkrankung führt zu neurologischen Symptomen und kommt vor allem beim Menschen aber auch beim Hund vor, insbesondere, wenn das Immunsystem der Tiere zum Zeitpunkt der Infektion geschwächt ist. Das Virus wird durch den Gemeinen Holzbock übertragen und ist inzwischen in weiten Teilen Deutschland verbreitet.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) erstellt in regelmäßigen Abständen eine Übersicht über die aktuellen Endemiegebiete sowie eine Risikoeinschätzung www.riki.de

Erreger: Frühsommer-Meningoenzephalitisvirus

Überträger: Gemeiner Holzbock (Ixodes ricinus)

Übertragungszeit:Wenige Minuten nach dem Stich

Zeit zwischen Infektion und ersten Symptomen: 2-3 Wochen

Klinische Symptome: Ähnlich wie beim Menschen, führt das Virus bei empfänglichen Tieren zu schweren Erkrankungen, an denen der Großteil der Tiere stirbt oder auf Grund der Schwere der Erkrankung und der damit verbundenen schlechten Prognose euthanasiert werden muss.
Nach der Infektion kommt es zu Fieber, es folgen Krämpfe, Bewegungsstörungen, Lähmungen und andere neurologische Symptome. Charakteristisch sind eine Überempfindlichkeit des Kopf- und Nackenbereiches sowie eine allgemein erhöhte Schmerzhaftigkeit. Es können Verhaltensänderungen von apathisch bis übererregt oder aggressiv auftreten. Durch Ausfälle der Gehirnnerven kommt es zu einer Lähmung der Gesichtsmuskulatur und der Muskeln des Auges.

Prophylaxe: Im Gegensatz zum Menschen steht für den Hund kein schützender Impfstoff zur Verfügung, weshalb umso mehr auf einen wirksamen Schutz vor Zecken geachtet werden muss. Ein geeignetes Präparat ist das Scalibor® Protectorband.

Hepatozoonose bei Hunden

Die Hepatozoonose (hepato = Leber) ist eine Erkrankung, von der verschiedene innere Organe betroffen sind. Je nach Schwere der Erkrankung sind auch Todesfälle in Folge der Organschäden durch den Erreger möglich. Die Erkrankung ist heute vor allem ein großes Problem im europäisch-mediterranen Raum. Es wird aber auch mit steigenden Fallzahlen in weiter nördlich gelegenen Ländern gerechnet.

Erreger:Hepatozoon canis

Überträger: Verzehr oder Zerbeißen der Braunen Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus)

Übertragungszeit:Die Infektion erfolgt mit dem Abschlucken der Zecke.

Zeit zwischen Infektion und ersten Symptomen: 2-4 Wochen

Klinische Symptome: Der Erreger vermehrt sich in der Muskulatur des Hundes was zu Entzündungen und Schmerzen mit einem steifen, hinkenden Gang führt. Durch die andauernde Schonung der Muskulatur, baut sich diese dann ab (Muskelatrophie).
Durch Eindringen der Erreger in die Darmwand mit anschließender Vermehrung kommt es in Folge einer Infektion zu blutigen Durchfällen. Außerdem reagiert der Organismus häufig mit wiederkehrendem Fieber.

Prophylaxe: Um eine Infektion des Hundes mit dem Erreger zu verhindern, ist auf einen zuverlässig wirksamen Zeckenschutz zu achten, wie er z.B. bei dem Scalibor® Protectorband gegeben ist.

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